Tuesday, September 27, 2005

*Har har*...

..ich werde mal wieder halb wahnsinnig hier....ich sitze gerade in einem Internetcafe, in dem es ca. 50 freie PC gibt, aber wo setzt sich der nervige Counterstrike-spielende Ching-Kerl natuerlich hin? Klar, direkt neben mich. Und dann zieht er erstmal sein Oberhemd aus, macht sich eine Zigarette an, dreht die Musik auf volle Lautstaerke und faengt auch noch an, mit zu singen. Arrgghhh...vielleicht sollte ich mein neu aufgeschnapptes Wort ("Idiot") mal benutzen? Mal sehen, ob er es checkt...helfen wuerde es aber eh nur, bis der naechste Ching-Kerl den Raum betritt, also lasse ich es und halte es hier aus.
Counterstrike scheint uebrigens sehr beliebt bei den Ching-Maennern zu sein. Es ist schon beeindruckend, dass man z.T. volle Internetcafes findet, in denen ausschliesslich Einheimische sitzen, die entweder Counterstrike spielen, Filme schauen oder chatten. Fuer andere Zwecke nutzen sie das Internet scheinbar nicht. Vielleicht wissen sie aber auch garnicht, was es alles zu bieten hat? Who knows...

Nachher werde ich mal mein Zugticket nach Xi'an kaufen und damit werde ich Peking am 2.Oktober endgueltig verlassen (sonst wird das nix mehr ;) ).

Eigentlich haette ich noch so viele Anekdoten zu erzaehlen, wie z.B. meinem Missgeschick im Fotoladen oder meiner spaeten Erkenntnis, dass ich mich immer falsch herum auf die Toiletten gehockt habe, aber das lasse ich lieber....(Im Benutzen von Toiletten war ich noch nie gut. Ich erinnere mich, dass ich mal segeln war und dort auch erst nach 3 Tagen begriff, wie die Spuelung richtig zu benutzen ist..Naja, man kann halt nicht alles wissen *gg - unb wie gesagt- ich behalte diese Anekdoten lieber fuer mich, sonst wird das jetzt zu lang. Vielleicht beim naechsten Mal :) ).

LG

Monday, September 26, 2005

Stuck in Beijing

Hm, bin noch immer in Peking - irgendwie komme ich hier nicht mehr weg ;) - mir gefaellt es hier und ich konnte mich bisher nicht so ganz aufraffen, weiter zu reisen. Dazu kommt, dass am 1.Oktober der Nationalfeiertag Chinas ist und an diesem Tag sicherlich viel los sein wird. Es waere einfach zu dumm, wenn ich ausgerechnet 2 Tage vorher abreisen wuerde.
Tja, und weil ich halt noch immer in der gleichen Stadt bin, habe ich auch nicht allzu viel zu berichten. Vorgestern war ich im Sommerpalast, aber die verbotene Stadt habe ich noch immer nicht gesehen. Jeder erklaert mich fuer bekloppt, aber ich stehe dazu ;) . Mich interessiert sie halt nicht so wahnsinnig und da erspare ich mir den Touri-Trubel.
Viel schoener finde ich meine anderen Begegnungen hier: wenn man aus unserem Hostel rauskommt, trifft man zuerst auf lauter Fressstaende und danach auf Touristenshops - man kann kaum einen Meter gehen, ohne wieder angequatscht zu werden. Inmitten dieser hektischen Strasse aber habe ich einen Laden entdeckt, die tibetischen Schmuck, Taschen und andere Waren verkaufen. Dieser Laden ist echt eine "Oase" der Ruhe und ich war beim ersten Besuch dort so fasziniert, dass ich fast jeden Tag dort hingehen musste, um wieder etwas Ruhe zu tanken. Die Verkaeufer sind unheimlich nett und die Tatsache, dass sie nicht handeln, sondern feste Preise haben, traegt ebenfalls zur gelassenen Atmosphaere bei. Dazu laeuft tibetische Musik, es duftet nach Raeucherstaebchen und alles in allem ist es einfach nur erholsam dort. Nachdem ich einige Male dort war, konnte ich schliesslich nicht mehr widerstehen, mir dort etwas Schmuck zu kaufen und folgendes Ritual hat mich noch mehr begeistert: ich habe der Verkaueferin den gewuenschten Schmuck gezeigt, sie hat ihn geholt, in ein kleines Saeckchen gepackt und ist ploetzlich damit verschwunden. Nach ca. einer halben Minute kam sie wieder und sagte, dass Buddha nun auf mich aufpassen wuerde, dann hat sie die Haende vor der Brust gefaltet und sich bedankt (Dschasdelee). Das ganze mag nun kitschig klingen, aber das war es nicht - die Verkauefer strahlen so viel Ruhe und Demut aus und sind unwahrscheinlich nett, dass ich jedesmal aufs Neue beeindruckt bin. Ich hatte den Laden bereits verlassen, war 20 Meter gegangen und musste kehrt machen, um ein Spende in der Schuessel neben der Buddhastatue zu hinterlassen - daraufhin haben sie wieder alle die Haende gefaltet und sich ganz oft bedankt. Als ich dann ging, kam mir JangsJang (eine Verkaeuferin) hinterher und schenkte mir eine Schachtel Raeucherstaebchen, woraufhin ich widerum das Beduerfnis hatte, irgendetwas dort zu lassen - aber ich wusste, dass ich ohnehin widerkehren wuerde und somit habe ich es gelassen.
Der Laden fasziniert mich. Ich war noch einige Male dort und mittlerweile laden sie mich zum Tee ein, zeigen mir Fotos von Tibet und die Zelte in denen sie dort gewohnt haben und ich merke, dass sie Tibet vermissen. Die Tibeter sind ganz anders als die Chinesen, sagt JansJang und irgendwie glaube ich ihr das.
Trotz groesster Sprachschwierigkeiten schaffen wir es, uns irgendwie zu verstaendigen - JangsJang und LaZhe fragen, ob ich sie heute wieder besuche.

Klar, sehr gerne!

Thursday, September 22, 2005

The Great Wall




Vorab eine kleine Info bzgl. meiner Mails: ich habe das Gefuehl, dass ich immer mehr Probleme mit meinen Mailaccounts bekomme und daher konnte ich bislang nicht einmal mehr eure Kommentare lesen :( - heute habe ich aber einen neuen Zimmergenossen bekommen, der mir einen "Trick" gezeigt hat, wie ich nun tatsaechlich meinen Blog (und damit auch die Kommentare) lesen kann :) . Der Trick funktioniert leider nicht bei meinen Mailaccounts, habe ich schon getestet...soviel aber nur vorab.

Jetzt wieder zurueck nach China: die Pekingoper war sehr interessant. Wir mussten letztlich doch in die traditionelle gehen, weil die andere ausverkauft war. Kostuem und Maske waren wirklich so, wie man es vom Bild kennt. Ich hatte aber keine Ahnung, dass der Gesang wie ein Miauen klingt...und die Geschichte habe ich auch nicht begriffen. Im ersten Teil jammert (bzw. miaut) die Protagonistin, dass sie ihren Mr. Pan vermisst und ueber die See fahren will, um ihn zu finden. Nach 20 Min. miauen dann die Pause. Danach taucht Mr. Pan auf, der mit irgendwelchen Gestalten kaempft und diskutiert (Mr. Pan miaut aber nicht). Und dann war Ende. Ob sie die Liebenden jemals getroffen haben oder was das Stueck mir sagen soll, weiss ich bis heute nicht. Aber es war in jedem Fall ein abwechslungsreiches und interessantes Erlebnis!

Gestern habe ich einen Ausflug zur "great Wall" (chin. Mauer) gemacht. Das war wirklich super! Zum einen hatten wir herrliches Wetter und die Aussicht von der Mauer auf diesem Abschnitt ist toll! Eigentlich habe ich mich ja getraeubt, die Mauer zu besichtigen, weil ich es wieder fuer eine touristische Abzocke hielt (Mauern gibt es schliesslich ueberall), aber als ich dann von Mitreisenden hoerte, dass es sich um einen Tagesausflug und eine 10 km lange Wanderung ueber die Mauer handelte, habe ich schliesslich doch eingewilligt und es hat sich wirklich gelohnt (und das nicht nur, weil ich dabei richtich Farbe bekommen habe ;) ). Ich habe mir die Mauer ganz anders vorgestellt - sanierter irgendwie und nicht so broecklig. An manchen Stellen bestehehen die Waende garnicht mehr und rechts und links geht es ziemlich steil bergab. Der Weg selbst ist ebenfalls alles andere als solide. Zudem sind die wenigstens Stellen eben - es geht eigentlich immer auf und ab und alle paar hundert Meter gibt es einen kleinen Tower, in dem Einheimische einem Postkarten oder Wasser verkaufen wollen. Sie warten geradezu auf die Touris, die den Aufstieg hochgelechzt kommen ;). Schoen war, dass es kaum Touristen dort gab - ich dachte, die Mauer sei immerzu ueberlaufen, aber das war garnicht der Fall. Die schlechte Verfassung war geradezu beeindruckend - in Deutschland wuerden zig Sicherheitsbestimmungen dagegen sprechen, aber in China bezahlt man noch dafuer, dass man sein Leben riskiert ;) . Von Sicherheitsvorkehrungen keine Spur (was irgendwo ja auch schoen ist, weil die Mauer somit authentischer ist). Die Chinesen sind aber nicht komplett ignorant - sie sorgen sich schon um das Wohl ihrer Touristen - wenn naemlich an einem Mauerabschnitt zu viele Menschen in den Tod stuerzen, dann wird dieser Abschnitt gesperrt, alle Achtung ;) .

Soviel also von meinem Erlebnis dort :) .

Sunday, September 18, 2005

Peking zweiter Teil


So, bin nochmal online, weil ich ein Internetcafe gefunden habe und nochmals testen musste, ob ich hier mailen kann - es ist echt zum verrueckt werden mit dem Mailen hier! Gerade konnte ich wenigstens 3 kurze Mails versenden (auf zwei accounts verteilt) und das war es dann! Bei Yahoo kann ich weder lesen noch Mails rausschicken! Zumindest derzeit nicht, aber das kann morgen wieder anders aussehen.
Wenigstens bin ich nciht die einzige, der es so geht, aber das troestet nur bedingt! (Gabi, ich hoffe, du hast meine Mail letztlich erhalten - ich habe bestimmt 30 Versuche gemacht, dir die Info zu schicken *har*)

Jetzt aber zurueck zu Peking: ich bin gerade in einer Strasse, die recht arm ist - ich bin daher etwas ernuechtert darueber, was man hier alles erlebt. Der Mann, der seine Schuhe an einem Nagel am Baum trocknet ist ja nur der Anfang - die Haeuser hier bestehen zum Teil nur zur haelfte, ueberall liegt Schutt herum, das Gemuese ist mit schmutzigen Leinendecken abgedeckt und in einem Bottich mit Schmutzwasser werden lebende Fische zum Verkauf angeboten. Als ich durch die Strasse ging, fuehlte ich mich mies und unwohl, wie ein versnobter Westler, der nichts besseres zu tun hat, als sich so etwas anzugucken...(ich bin aber nicht absichtlich in die Strasse glaufen, sondern hatte mich dort verlaufen).
Interessant sind auch deren "Ventilatoren": die bestehen aus einem Stoffband, dass an einem Drehkreuz befestigt ist. Sobald das Drehkreuz sich in Bewegung setzt, wirbelt das Stoffband im Kreis und sorgt damit fuer Wind.

Zum Schmutz in China muss ich aber sagen, dass es hier laengst nicht so schlimm ist, wie immer behauptet wird - vielleciht habe ich auch zu viele Gruselgeschichten gelesen oder war auf zu krasse Umstaende eingestellt, keine Ahnung - jedenfalls finde ich es hier im Durchschnitt echt nicht sooo schlimm. Und gerade was die Toiletten anbelangt (ueber die werden ja immer wilde Stories erzaehlt) so muss ich sagen, dass die, die ich angetroffen habe, immer ok waren - wir wollen ja nicht von unseren oeffentlichen Toiletten in Deutschland sprechen, oder? Und besonders, wenn ich an die im Zug denke, da vergeht mir doch das Lachen. Hier hingegen, waren selbst die Zug-WC in Ordnung und auch meine Schlafkoje war voellig ok.
Gestern habe ich mich mit einer deutschen Reisenden unterhalten, die angibt, einen Kulturschock erlebt zu haben, als sie hier her kam. Ich kann das nicht behaupten, aber so empfindet halt jeder anders. Klar sind die Menschen hier anders - ueber das Spucken und die sehr ruppige Art oder das freie Muell-aus-dem-Fenster-werfen, habe ich ja schon berichtet. Man muss aber auch sagen, dass die Chinesen wenigstens konsequent sind, denn sie nehmen zwar kaum Ruecksicht auf ihre Mitmenschen und raempeln, wo sie nur koennen, aber sie meckern auch nicht, wenn sie selbst umgerannt werden. Insofern ist es ok. Sie wuerden auch nciht meckern, wenn man ihnen vor die Fuesse spuckt oder in der Nase bohrt - es ist halt egal. Daran muss man sich gewoehnen (damit meine ich nicht, dass man es sich AN-gewoehnen muss ;) ), aber man kann ihnen wirklich nicht unterstellen, dass sie inkonsequent seien!

Interessant finde ich, wie schwer von Begriff sie manchmal zu sein scheinen - Gesten, die fuer uns eindeutig sind, begreifen sie nicht. Wenn man ihnen eine Adresse vorhaelt und nur wissen moechte, ob es nach rechts oder links weiter geht, dann muessen sie erst drei Mitbuerger fragen und beginnen lange Diskussionen, die Karte fuenf Mal drehen, um letztlich in eine Richtung deuten zu koennen. Und so geht das bei jeder Frage: sie koennen NIE einfach nur eine knappe Antwort geben, sondern scheinen immer erst ganz scharf nachdenken zu muessen (asl wenn sie eine mathematische Aufgabe im Kopf loesen muessten), bevor sie dann zu einem Ergebnis kommen.
Eine andere witzige Eigenart ist deren Gehocke: chinesiche Maenner hocken ueberall, sobald sie die Langeweile ueberkommt - ob an der Bushaltestelle oder an Bordsteinen oder einer Ecke. Man fragt sich, ob das nicht irgendwann unbequem wird, aber sie scheinen es zu moegen...
Ich muss aber fairerweise hinzufuegen, dass ich meist von den "unteren Klassen" spreche und mir auch die seltsamsten Eigentuemlichkeiten herauspicke. Der durchschnittliche Jugendliche hockt sicherlich nicht in einer und er spuckt auch nicht herum (bloss tragen die Maedels halt Nylonstruempfe, aber dies sei ihnen vergeben) . Insgesamt aber kann man sagen, dass man Chinesen - egal ob jung oder alt - an ihrer Gestik, Mimik, Gangart von Westlern unterscheiden kann.

Humpf, meine Zeit ist schon wieder um.....bald mehr...

Beijing


Ganz kurzes Update aus Peking: bin gestern frueh hier nach 11 Stunden Zugfahrt hier angekommen. Die Fahrt war aber ok, da ich die "Hardsleeper"-Klasse gebucht hatte. In China gibt es keine Kategorien wie in DEutschland, sondern man bucht harten Sitz/weichen Sitz, hartes Bett oder weiches Bett. Danach richten sich dann die Preise. Diese 1000 km Strecke im Sleeper hat mich gerade mal 29 Euro gekostet - wenn ich bedenke, dass ich innerhalb von NRW schon mehr bezahle...

Peking gefaellt mir soweit echt gut. Mein Hostel ist super! Ich fuehle mich hier so wohl, dass ich vermutlich mal ein paar Tage laenger bleiben werde, bevor es weiter geht.
Gestern war hier "Mooncake"-Fest, d.h. es gabe am Abend Mooncakes (das sind kleine Kuchen mit diversen Fuellungen) und Obst und eine kleine Feier. Am Mooncake-Tag soll der Mond angeblich besondern gross und hell scheinen und man sagt, dass dieser Tag der perfekte Hochzeitstag sei. Dieser Tag soll besondern "romantisch" sein und man gedenkt der fernen Freunde und Verwandten...

Ansonsten habe ich gestern nicht allzu viel gemacht, aber meine ersten Eindruecke sind sehr positiv. Die Stadt ist laengst nicht so schmutzig, wie mir immer erzaehlt wurde, im Gegenteil: ich habe den Eindruck, dass sie weitaus sauberer ist als Shanghai und beeindruckender ebenso. Zudem ist das Klima hier wesentlich angenehmer - wir haben gerade mal 20 Grad und das KLima ist trocken. Endlich mal ein Tag, an dem meine Hosen nicht kleben ;) . In meinem Zimmer sind zwei Reisende, die gerade aus der Mongolei kommen - sie hatten vor zwei Tagen noch Schneesturm und finden das Wetter gut, weil es so warm ist. Ich hingegen hatte die letzten 18 Tage nur Hitze und Schwuele und bin froh, dass es so kalt ist ;) .
Ansonsten ist mir aufgefallen, dass das Essen hier gleich sehr anders ist als in Shanghai. Jede Provinz in China hat ihre eigene Kueche - hier gibt es kaum Reis, sondern fast nur Nudelgerichte. Ausserdem Fruehlingsrollen (die man in Shanghai nirgends gesehen hat) und andere Backwaren. Es gibt viel Gegrilltes und gewuerztes. Und natuerlich die Peking-Ente. Und Hund.....no further comment.

Heute Abend werde ich mit einer brit. "Freundin" in die Pekingoper gehen. Allerdings haben wir uns fuer die tour. Version entschieden und nicht fuer die traditionelle Oper, da wir diese vermutlich nicht im Ansatz verstehen wuerde. Diejenige, die wir besuchen, liefert Uebersetzungen und es gibt dort wohl fast nur Touristen - genau das, was ich eigentlich nicht mag, aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme, denn wenn ich wenigstens ein klein wenig verstehen will, dann bleibt mir nichts anders uebrig, als diese Variante zu waehlen. Und fremd wird diese Oper sicherlich trotzdem sein.

Alles in allem gefaellt es mir hier gut. Wir wohnen in einer Gegend lauter Hutongs (das sind die einstoeckigen ganz einfachen Gebaeude - eine Art "Armenviertel", wenn man das so nennen kann). Es gibt ueberall Garkuechen, kleine Maerkte und fast nur Einheimische hier. Das mag ich. Zudem wohnen wir sehr zentral - die verbotene Stadt und Tianmen Square sind per Fuss zu erreichen.

Soviel erstmal....

Thursday, September 15, 2005

Tiger Hill

Waeh, bin momentan total schreibfaul, aber da ich Suzhou morgen schon wieder verlasse, muss ich wenigstens von meinen Eindruecken hier berichten.
Erstmal kurz vorweg zur Jugendherberge: die hiesige Herberge ist mit Abstand die beste, in der ich je gewesen bin. Sie gleicht eher einem Hotel als einer Herberge - es gibt sogar Klopapier (meiner Meinung nach immer ein Hinweis, in welche Kategorie man die Unterkunft einstufen kann). Allerdings muss ich sagen, dass ich es hier trotz des guten Zustandes nicht sonderlich mag, da man kaum auf Mitreisende trifft. Am ersten Tag hatte ich den Eindruck, ich sei allein hier und schon seit 2 Tagen lebe ich allein in einem 4er-Zimmer. Ehrlich gesagt mag ich es lieber etwas kleiner, von mir aus schmuddeliger, aber dafuer gemeinschaftlicher. Hier ist es fast ein wenig gruselig.
Jetzt zur Stadt: Suzhou ist nett und hat vor allen Dingen Gartenanlagen und Kanaele zu bieten. Gestern war ich auf dem "Tiger Hill", einem Felsen, auf dem sich die Grabstaette von Koenig Wu befinden soll und die der Legende nach von einem weissen Tiger bewacht wurde (daher der Name). Der Huegel ist wirklich nett - auf der Spitze steht eine 7-stoeckige Pagode, die leider sehr schief steht und daher sicher irgendwann umkippen wird...naja, shit happens.
Der Tiger Hill zaehlt zwar zu den Gaerten, vermisst meiner Meinung nach aber Blumen und Gras - er ist eine Ansammlung aus lauter FElsbrocken, die einem Irrgarten gleichen. Hinter jeder Kluft gibt es neues zu entdecken - hier ein Teich, da eine kleine Pagode, dann wieder ein kleiner Wald aus Bambus, Wasserfaelle sowie ein kleiner Bonsaigarten. Die Felsbrocken sind fast alle mit einer geheimnisvollen Legende verbunden, die ich als Fremdling aber leider kaum verstehen konnte. GEfallen hat es mir trotzdem! Die Anlage an sich ist wirklich sehenswrt - ich mag Irrgaerten!
Heute war ich in einem "richtigen" chin. Garten. Dieser war zwar ebenfalls sehr nett, aber mir haben die Felsbrocken besser gefallen. Das liegt wohl auch daran, dass die Gaerten derzeit nicht in der Bluete stehen (daher verstehe ich auch nicht, wieso September zur Hochsaison zaehlt und der Fruehling nicht....). Zu gern haette ich den grossen Lotusteich bluehend gesehen! Schoen war es aber trotzdem!
Mh, ich bin derzeit etwas schreibfaul und muede. Meine mindestens 20 Moskitostiche nerven mich und die staendigen Unternehmungen sind halt doch etwas anstrengend, insbesondere, wenn man fuer alles die doppelt und dreifache Zeit einplanen muss. Dazu kommen noch die 30 Grad und die Schwuele- die komplettieren meine Traegheit noch! Ich laufe am Tag mindestens 10 km (ganz einfach deshalb, weil ich ohnehin den falschen Bus nehmen wuerde und letzten Endes zu Fuss gehen muesste), was mir zwar eine nette Braeune verschafft hat :), zum Teil aber auch zu einer "Ich mag nicht mehr"-Stimmung beitraegt. Mittlerweile bin ich fast so eingestellt, dass ich mich einfach in einen Bus setze und erst anschliessend frage, wo er hinfaehrt - und danach richte ich dann mein Ziel aus. So war es gestern auch, denn eigentlich wollte ich gestern garnicht zum Tiger Hill, sondern in die Innenstadt - ich sass aber (mal wieder) im falschen Bus und habe die Chance genutzt, den Huegel zu besichtigen...

Morgen werde ich mir noch die Innenstadt, die alten Stadtmauern, ein paar Kanaele ansehen und am Abend geht es dann mit dem Nachtzug nach Peking.
Ich habe das Gefuehl, dass ich schon ewig hier bin, dabei sind es gerade mal 9 Tage. Mir faellt aber laengst nicht mehr so viel auf, wie zu Anfang. Ok, ein paar Dinge sind schon anders - zum Beispiel tragen fast alle chines. Frauen Nylonsoeckchen in ihren offenen Sommerschuhen (*waahh*) und ganz haeufig sieht man sie auf dem Rad, wie sie ein Hemd verkehrt herum tragen, damit die Arme und Dekollete bedeckt sind...wieso sie das machen, ist mir nicht bekannt - ich schaetze, dass sie sich schuetzen moechten, braun zu werden, weil hier weisse Haut bevorzugt ist. Daher gibt es im Geschaeft auch keine Selbstbraeuner, sondern nur "skin whitener". Ich dachte zuerst, dass sie sich auf dem Rad gehen Staub schuetzen wollen, aber da sie auch Handschuehe tragen, tippe ich eher auf SChutz vor Sonneneinstrahlung.

Was hier in Suzhou ganz schlimm ist, sind die Schlepper, die einen unbedingt befoerdern wollen. Das beste ist, wenn man sie einfach ignoriert, aber trotzdem nervt es, wenn man alle 5 Meter (ungelogen!) angesprochen wird! In dieser Hinsicht bin ich sicherlich nicht der freundlichste Tourist - ich kann ziemlich grantig werden, wenn ich mich belaestigt fuehle und am liebsten haette ich "Piss off" geschrien, aber das waere eh vergeblich, weil sie mich nicht verstehen wuerden. Also bleibe ich beim Ignorieren.

Alles in allem finde ich es hier immernoch gut und spannend, aber eben auch sehr anstrengend - physisch wegen der ganzen Unternehmungen und psychisch, auf Grund der Sprachbarrieren und weil grundsaetzlich erstmal alles schief laeuft. Frustrierend ist es beispielsweise auch, wenn man hungrig ist, aber nicht in der Lage, sich eine warme Mahlzeit zu bestellen...
Aber diese Erlebnisse gehoeren wohl dazu und schulen meine Frustrationstoleranz- rede ich mir zumindest ein.
Alles wird gut.

Monday, September 12, 2005

Hangzhou-Souzhou

So, m orgen geht es schon wieder weiter - an alle, die mich schon weg geschwemmt sahen, eine kurze Entwarnung: hier hat es vorgestern zwar geschuettet und am Abend auch gewindet, aber das war es dann auch. Ein Taifun ist wirklich was anderes...
Heute war ich auf einem Seidenmarkt, da Hangzhou bekannt ist fuer seine Seidenwaren. Soo spannend war es dann aber auch nicht. Das beste an dem Aufenthalt hier ist, dass ich eine deutschsprechende Chinesin kennen gelenrt habe - was fuer eine Hilfe! Es ist wirklich toll, wenn man fuer sein Zugticket weniger als eine Stunde mit Haenden und Fuessen diskutieren muss! Gestern waren wir gemeinsam essen und da ist es natuerlich ebenfalls hilfreich, einen Muttersprachler dabei zu haben. Es ist zwar ganz amuesant, wenn man sich in den Garkuechen zu den Toepfen fuehren laesst, um dann auf entsprechend gewuenschtes Essen mit dem Finger zu deuten, aber auf Dauer eben auch muessig. Ausserdem - selbst wenn ich entsprechendes Gemuese herausgesucht habe - habe ich noch immer nicht verstaendlich gemacht, wie ich es denn gerne haette (gebraten, gekocht...). Spaetestens da muss man sich dann ueberraschen lassen.

Morgen geht es also weiter nach Souzhou, einer Stadt noerdlich von Shanghai. Die Stadt ist bekannt fuer ihre chinesischen Gaerten und kleine Kanaele. Ich lasse mich ueberraschen. Dort werde ich wohl nur drei Tage bleiben und dann geht es schon nach Peking.

Falls ich mal laengere Zeit nicht schreibe, bitte nicht wundern - hier gibt es laengst nicht so viele Internetmoeglichkeiten, wie ich vermutet haette und wenn, dann sind sie zum Teil sehr schlecht oder zeigen gewisse Seiten nicht an...

Sunday, September 11, 2005

Hangzhou

So, ich melde mich mal kurz aus Hangzhou, auch wenn wir von der Stadt noch immer nicht viel gesehen haben. Wir sind seit zweio Tagen hier, haben aber den ersten Tag damit verplempert eine Herberge zu finden (um dann schliesslich im Hotel zu uebernachten) und den gestrigen Tag haben wir uns kaum raus getraut, weil es in Stroemen regnete - schade eigentlich, weil wir naemlich auf Grund des schoenen Sees und der Gaerten hier her gekommen sind. Hangzhou ist wesentlich "schicker" als Shanghai, sauberer und ruhiger. Es gibt viele gruene Plaetze und einen Markt, der ganz traditionell aufgemacht ist mit Holzhaeusern in chin. Stil, an denen Lampions haengen. Nachts sieht das total schoen aus, weil die Lampions und die Holzhaeuser eben doch ein anderes Licht produzieren als Betonbauten und weisse Strassenlaternen.
Heute soll uns laut der NAchrichten ein Taifun heimsuchen. Mal sehen. Im Moment sieht das Wetter noch ganz gut aus und wenn es sich so haelt, schaffen wir es vielleicht heute zum See oder einer Tempelanlage. Ansonsten hat Hangzhou nicht allzu viel zu bieten - es ist halt eine idyllische Stadt, aber ein paar Tage reichen, so dass wir in spaetestens zwei Tagen weiter reisen.
Soviel erstmal...

Mein Yahoo-Account funktioniert uebrigens noch immer nicht richtig. Mit grossem Glueck durfte ich heute ein paar Mails lesen...Ich glaube mittlerweile, dass es am Land liegt, da hier das Internet ja noch ueberwacht wird - vielleicht habe ich zu viel geschimpft, wer weiss ;) . Eine andere Erklaerung habe ich jedenfalls nicht - aus irgendeinem Grund wird mein Mailaccount als "boese" gefiltert. Und mein Weblog ebenso...

Friday, September 09, 2005

Abschied von Shanghai

Morgen werde ich mit Sofia, einer deutschen Freundin, Shanghai verlassen und weiter nach Hangzhou reisen. 4 Tage reichen, da es hier nicht allzu viel zu sehen gibt - ist halt eine Grossstadt...
Ich brauche langsam echt mal eine Ruhepause, aber irgendwie ist hier alles zu aufregend, als dass man sich die Pause wirklich mal goennen moechte. Und dabei bin ich wirklich todmuede - durch die ganzen Verstaendigungsschwierigkeiten ist jede Handlung halt 10 mal so aufwaendig wie normalerweise...Ich muss jetzt nicht erlaeutern, wie lange wir gebraucht haben, um endlich am Bahnhof zu sein, um dort unser Zugticket zu besorgen...Dass wir uns hier verlaufen und dann vermutlich kilometerweite Umwege zuruecklegen, ist schon normal. Man gewoehnt sich ja an alles...Und wir halten es noch immer nicht fuer noetig, endlich mal einen Stadtplan einzupacken.

Abgesehen vom Kauf des Zugtickets, haben wir heute kaum etwas gemacht. Das hat schon Stunden gedauert (auf Grund des Verlaufens). Ausserdem brauche ich nicht jeden Tag Besichtigungen - die Menschen hier sind eigentlich das Spannendste.
Heute haben wir wieder mal eine herrliche Szene beobachtet - dass die Menschen hier mit obzoener Lautstaerke auf den Boden rotzen, das sind wir gewoehnt. Dass sie fahren wie die Wilden und wir in 3 Tagen schon 4 Unfaelle erlebt haben, ebenfalls. Unfaelle sind hier uebrigens ebenfalls ein wahres Schauspiel (zumindest sofern er keine Opfer fordert). Es ist dann so, dass sie eine Masse an Menschen um die Streitenden versammelt und jeder mit diskutiert. Hinzu kommt dann die Frau mit den Granataepfeln und der Koch aus dem naechstgelegenen Restaurant. Irgendwann trifft dann auch die Polizei ein, die allerdings nur zuschaut und irgendwann desinteressiert abzieht. Nach ca. 20 Min. Diskussion, wird sich dann auf einen Preis geeinigt und der Unfallverursacher zahlt das "opfer" aus. Danach ist die Sache erledigt. Interessant finde ich aber, dass es hier selbstverstaendlich erscheint, dass man sich den Unfall von Nahem ansieht. In Deutschland schielt man doch bestenfalls mal beschaemt zur Seite, will aber auf keinen Fall als Gaffer auffallen. Damit haben die Chinesen keine Probleme: sie stehen dazu, Gaffer zu sein ;)

Jetzt aber noch kurz zur heutigen Szene: wir haben uns wieder in einer Seitengasse in einer Garkueche unser Essen besorgt und uns dann draussen hingesetzt. In der Strasse waren nur Einheimische, keine Touristen - dort erlebt man die besten Szenen. Ploetzlich sahen wir, wie aus einem "Haus" (wenn man diesen heruntergekommenen Schuppen so nennen kann) eine Tuete mit Muell geflogen kam und gleich vor den Fuessen von einem Passantenpaerchen landete. Das Paerchen hat sich etwas erschrocken und eine zeitlang entruestet umgeschaut - geschimpft aber wird nicht. Sie blieben eine Weile dort stehen in der Hoffnung, den Uebeltaeter noch am Fenster zu erwischen, aber nachdem dieser nicht mehr auftauchte, zogen sie muerrisch von dannen. Ich mag mir ja nicht ausmalen, was ein Deutscher tun wuerde, wenn er auf dem Buergersteig mit einer Tuete Muell beworfen wuerde. Hier ist man zwar wuetend, weiss aber, dass man es eh nicht aendern kann.
Ahnlich konsterniert reagierte ein Maedchen in der Innenstadt, die von einem Teenie angespuckt wurde - was zum Teufel geht im Kopf dieser Menschen um, die grund- und skrupellos andere Menschen anspucken? Ich muss jedesmal ueber die Reaktion lachen, denn ich selbst wuerde sicherlich anders reagieren, wuerde ich angespuckt oder mir eine Tuete vor die Fuesse geworfen. Aber das sind halt so die Unterschiede, die man hier tagtaeglich beobachten kann.

Ansonsten gibt es vom heutigen Tag nicht viel zu erzaehlen. Ich bin sehr genervt, weil ich meine Mails noch immer nicht abfragen kann, bzw. nur im Gluecksfall - und auf die Kommentare hier im Blog kann ich auch nicht antworten, weil ich meinen eigenen Blog garnicht lesen kann. Ich kann lediglich Eintraege schreiben, that's it! Die Kommentare habe ich aber bisher noch ueber meine Mailbox lesen koennen und frueher oder spaeter legt sich das Problem hoffentlich! Vielleicht in einer anderen Stadt? Ich frage mich, ob ich hier vielleicht bespitzelt werde und zu viel ueber chinesiche Eigentuemlichkeiten schimpfe *g*..?

Ab morgen dann also aus Hangzhou...

Thursday, September 08, 2005

weitere Impressionen

So: Shanghai, zweiter Teil! Heute waren eine "Freundin" und ich in der Stadt und in einem Park spazieren sowie in einem Teehaus gruenen Tee (der irgendwie nach Kohl schmeckte) geniessen. Es ist schon interessant, was man fuer neue Erfahrungen macht, wenn man einfach nur die Menschen beobachtet. So haben wir heute gelernt, dass die Kinder hier keine Windeln tragen - wozu auch, schliesslich reicht es, wenn hinten in der Hose einfach ein grosses Loch ist, welches sich in gebueckter Haltung (Kniehocke, wie man es als Kind gelenr hat ;) ) weiter oeffnet. Da liefen die Kinder also mit halbnacktem Popo herum...amuesant. Es brauchte auch seine Zeit, bis ich begriffen habe, dass die Hose des ersten Kindes nicht effekt ist, sondern dass tatsaechlich ein Sinn hinter dem ganzen "System" steckt. Ich habe es mir natuerlich nicht nehmen lassen, ein Foto davon zu schiessen :) . Den Beweis gibt es dann irgendwann mal, wenn ich endlich mal richtig ausgestattet bin.

Nach dem Teehaus waren wir in schaebigen Gassen und Seitenstrassen und anstatt in einem Restaurant zu essen, wo man uns vermutlich in Englisch verstehen wuerde, haben wir beschlossen, dass wir uns in einem kleinen Schnellimbiss, den sonst wohl nur Einheimische besuchen, niederlassen. Das Essen war lecker und die Bewirtung zuvorkommend. Wir wissen jetzt auch, was "vegetarisch" auf chinesisch heisst. Fuer die anderen Gaeste waren wir - wie so oft - eine Attraktion. Nicht nur, dass sie sich ueber unsere mangelnden Fertigkeiten im Umgang mit Staebchen auslachten, sondern sie hatten auch einfach so ihren Spass an "fremden" Gaesten. Ich haette nie vermutet, dass man selbst hier so haeufig angestarrt wird!
Richtig amuesant aber wurde es erst, als wir den Vogelmarkt gesucht haben. Leider steht Vogelmarkt in keinem Woerterbuch, so dass wir uns anders helfen mussten. Dazu muss man sagen, dass man mit dem Woerterbuch ohnehin nicht sehr weit kommt, da die eigene Aussprache 100% daneben liegt und sich damit auch die Bedeutung des Wortes aendert. Ich musste dermassen lachen, als ich einem Typen klar machen wollte, was wir suchen, aber selbst als Sofia und ich mit den Armen flatterten, haben sie uns nicht verstanden. Die Chinesen nehmen das aber recht gelassen - sie lachen darueber und man kann sicher sein, dass innerhalb weniger Minuten eine ganze Horde an Menschen um einen versammelt ist, die dann ebenfalls mit den Armen flattern und irgendwas murmeln...
Nun gut, die Voegel haben wir bis jetzt nicht gesehen, aber es war trotzdem mal wieder ein Erlebnis.

PS: mein yahoo-Mailaccount funktioniert scheinbar nur nach Lust und Laune, daher bitte nicht wundern, wenn ich nicht antworte...

Wednesday, September 07, 2005

Erster Tag in Shanghai

Oh man, was fuer eine Reise ich hinter mir habe...und die Unterschiede zu den Chinesen sind immens. Schon im Flieger war klar, dass nun etwas "anderes" kommen wuerde.
Der Flug war ziemlich nervig und dauerte leider 9 Stunden und nicht- wie ich es in Erinnerung hatte - 7 Stunden. 2 Stunden Differenz macht viel aus, wenn man nur gefuehlte 40 cm. Platz hat und dazu noch in der Nacht fliegt, wo man eigentlich schlafen moechte. Dieses Mal war auch der Service nicht so doll. An meinem Nachbarn und Hintermann konnte ich aber schon erste chin. Eigentuemlichkeiten beobachten, so z.B., dass sie die Feuchtigkeitstuewcher, die man an Bord gereicht bekommt nutzen, um nicht bloss Haende, sondern auch die Ohren und den Mund zu reinigen...Mjam....inter mir wurde dann geschnarcht und ausserdem lag ein seltsamer Geruch in der Luft. Meinen Vordermann kuemmerte es auch garnicht, dass er mir durch sein Zurueckstellen der Rueckenlehne den ohnehin kargen Platz noch aermer machte ich.
"Gut", dachte ich "so sind sie halt. Und ich finde, ich muss mich anpassen, jetzt wo ich in das Land reise!" Also bediente ich den Knopf zum Verstellen der Rueckenlehne und stellte eine Liegeposition ein, soweit es ging. Besser!

Nach 9 Stunden waren wir also endlich da. Am Flighafen liefen lauter Schnueffelhunde rum. Sowas kenne ich nur aus den USA. Aber mir wuerden sie ja nichts tun, ich habe nichts zu verheimlichen. Dachte ich. Bis das Viech dann tatsaechlich nicht von meinem Handgepaeck lassen wollte und ich es oeffnen musste. Das "Verbotene" in meinem GEpaeck waren zwei Aepfel, die mir Ali beim Abflug in Dubai noch angedreht hat. Wegen ihm waere ich also beinahe in den Knast gekommen ;) .

Dann ging es weiter mit dem Bus. Irgendwann war ich dann endlich in der Stadt und dank der Hilfe eines chin. Maedels habe ich es dann auch geschafft, ein Taxi zu finden und mich zicher zur Herberge bringen zu lassen, die gluecklicherweise auch noch ein Bett fuer mich hatte. Ich habe auch gleich die ersten Landsmaenner (..igitt, sorry, aber neben mir schnauft und rotzt die ganze Zeite jemand...auch so etwas, woran ich mich noch gewoehnen muss....) kennen gelernt und werde mit einem Maedel die naechsten Tage weiter reisen.

Am Abend sind wir erstmal zum in die Stadt gegangen und haben Fotos gemacht. Als Europaer wird man ueberall angestarrt und als Exot angesehen. Wir mussten dann auch als Fotoobjekte herhalten und das Baby von irgendjemandem im Arm halten, damit sie uns mit dem Kind fotografieren konnte. Sie scheinen es wirklich lustig zu finden, Fotos von Europaern zu haben. Nun ja....
Von wegen, man kommt mit Englisch in den groesseren Staedten weiter. Also wenn das wirklich der Fall ist, dann freue ich mich schon, wenn es ins Landesinnere geht....hier kommt man naemlich keineswegs so einfach weiter. Wenn man wirklich etwas braucht, dann schafft man es mit Haenden und Fuessen, aber selbst die Jugend hier spricht in der Regel nur Brocken Englisch. Wie schwierig der Umgang ist habe ich bereits gemerkt, als ich mir mein erstes "Wasser" kaufte...woher weiss ich denn, ob es wirklich Wasser ist, wenn ich die Schrift nicht lesen kann? Naja, das Zeug steht im Kuehlregal, es ist durchsichtig und steht ganz unten. Ist bestimmt Wasser, was sonst.....
Tja, als ich dann testete, hatte ich leider Orangenlimonade in der Hand. So kanns gehen....

Hier sind schon heute soo viele Dinge passiert, die ich garnicht mehr alle zusammen bekomme. Dieses Land ist vollkommen anders. Die Gerueche, die Verhaltensweisen, die Art, wie man behandelt wird, die Schrift (logo!) . Ich bin sehr gespannt, was noch alles auf mich zukommen wird, aber wenn es hier angeblich einfach sein soll, dann glaube ich, es wird noch sehr spannend werden (oh man, gleich klatsch ich dem Typen neben mir eine...und jetzt hoffe ich, dass er kein Deutsch lesen kann *g*).

Ach,w as ich noch vergass> im Flugzeug gab es ein interessantes Reisekit geschenkt: ein kleiner Beutel mit folgenden Utensilien: Oropax (macht ja Sinn!), AUgenklappe (auch ok!), ein paar graue Wollsocken!, ein grauer Kamm und eine Reisezahnbuerste mit Zahncreme....Verruecktes Volk, sag ich nur....Als wuerde ich je diese grauen Socken tragen...

Tuesday, September 06, 2005

Weiter geht's

So, ich bin schon wieder auf dem Sprung. Gleich geht es zum Flughafen und dann auf nach Shanghai. Ich bin irgendwie so garnicht motiviert und habe das Gefuehl, dass ich gerade erst angekommen bin. Zudem haengt meine Waesche noch zum Trocknen draussen (was bei der Luftfeuchtigkeit wahrscheinlich eh vergeblich ist *gg*) und ich war gerade noch am Strand...
Ausserdem weiss ich (typischerweise) natuerlich nicht, wo ich in Shanghai ueberhaupt hin muss. Ok, ich habe eine Idee, in welche Herberge ich moechte und angeblich gibt es Busse in alle Richtungen. Aber welcher Bus mich nun zu meiner Herberge bringt und ob es dort ueberhaupt ,freie Betten gibt , davon lasse ich mich ueberraschen, wenn ich dort bin.

Der Strand heute war herrlich! Wir waren erst am Nachmittag dort, aber so oder so ist die Hitze am Meer durch die Winde ertraeglich. Der Strand war angenehm leer, das Wasser angenehm war! Ich war noch nie an einem Meer, in dem man ohne kleinsten Kaelteschauer ins Wasser geht. Dass es hier sehr sauber ist, muss ich nicht extra erwaehnen. Ich erinnere mich an einen Touristrand in einem unserer beliebten europ. Reiseziele, wo mir im Wasser eine Plastiktuete mit Vekal*** entgegen geschwommen kam...yammi...Hier wirklich undenkbar.
Das beste aber ist, dass die Tage hier sehr kurz sind. Um 19 Uhr ist es schon dunkel - es ist einfach fantastisch, wenn man am Strand ist und den Untergang mitbekommt!

Naja, Dubai werde ich jetzt verlassen und ins viel fremdere China weiter ziehen. Hier ist es wirklich "europaeisch". Es gibt alle Produkte, die es auch bei uns gibt (wenn nicht sogar mehr Alternativen). Alle sprechen Englisch und alles in allem ist das Leben hier sehr westlich...aber das sagte ich bereits.

So, ich muss los! Jetzt sollte ich nicht meine Jacke vergessen ;)

PS: jaja, ich weiss, ihr wartet noch immer auf Fotos....sie kommen...ich muss nur Ali noch ein wenig erziehen ;) .

Monday, September 05, 2005

Letzter Tag in Dubai

So, moechte mir nur mal eben vor meinem letzten Tag zurueckmelden.
Morgen habe ich noch den ganzen Tag vor mir und in der Nacht geht es dann weiter nach Shanghai. Morgen werde ich endlich mal zum Strand gehen.
Die letzten beiden Tage war ich faul, so dass es nicht viel zu verichten gibt. Gestern war ich in einer genialen Shopping-Mall, der aus verschiedenen Bausteinen bestand und die Architektur verschiedene Laender repraesentiert. Erst China, dann Persien, Indien usw. Der Bau war wirklich klasse, aber fuendig nach kurzer Kleidung bin ich trotzdem nicht geworden. Also werde ich wohl auch meinen letzten Tag in Jeans verbringen.
Mein Fazit ueber Dubai: die Menschen sind sehr nett, die Stadt hat beeindruckende Ecken, aber alles in allem ist es wirklich sehr hochmodern und kuenstlich. Tradition gibt es hier nicht. Das kulturelle Angebot ist ebenfalls so gut wie nicht existent. Sehr viel zu sehen gibt es ebenfalls nicht
Dubai ist gut, wenn man Strandurlaub machen moechte und das noetige Kleingeld hat, um sich in einem der Luxushotels mal richtig verwoehnen zu lassen.
Um aber die arabische Kultur kennen zu lernen, sollte man vielleicht andere Staedte besuchen.

Saturday, September 03, 2005

Auf dem Souk

Heute war ich auf dem arabischen Bazar, Souk genannt. Im Vergleich zum gestrigen Promp, habe ich heute schaebige heruntergekommene Gossen, in denen Araber ihren Mittagsschlaf halten, gesehen. Eine voellig andere Welt, obwohl es doch genauso in DEM Dubai ist, wie auch der ganze Prunk und Protz. Auf dem Souk geht es zu, wie auf einem Rummelplatz - an JEDEM Geschaeft wird man angesprochen, dass man doch eintreten und die reiche Vielfalt an Waren anschauen solle. Ich will jetzt nicht sagen, dass das irgendwann nervt - ich habe mich einfach dazu entschlossen, alle weiteren Begruessungen und Aufforderungen zu ignorieren ;) .

Eine Gasse aber hat mir besonders gut gefallen: sie war extremst schmal und die "Geschaefte" bestanden aus lediglich einem klitzekleinen Betonraum, geschmueckt mit Blumen, indischem "Kitsch" wie kunterbunten Bildern diverser indischer Goetter, knatsch pink-gruen blinkenden Laempchen, Goldschmuck und weiterem Glitzer- und Flitterkram. Dazu lief indische Musik. Die Gasse war so schmal, dass man - wenn man die Arme nach Links und rechts ausstrecke, mit beiden Armen jeweils schon im Geschaeft hing. Der Duft der Blumen (die uebrigens auch knallig pink, geld oder aber weiss waren) breitete sich in der gesamten Gasse aus und alles flackerte nur so, dass man sich voellig geblendet fuehlte.
Leider war ich zu beschaemt um Fotos zu machen, aber das naechste Mal soll mir das egal sein! Vielleicht komme ich ja nochmal hin, dann werde ich das auf jeden Fall nachholen.

Danach bin ich weiter Richtung Businesszentrum geschlendert, was bei der Hitze aber die reinste Qual ist. Es ist nicht einmal die Temperatur an sich, sondern die Feuchtigkeit. Sobald man ein Geschaeft verlaesst, hat man das Gefuehl, als wuerde eine Vase ueber einen gestuelpt und darunter befinde sich kein Sauerstaoff, dafuer aber 40 Grad...man schwillt sofort an, die Hosen kleben, dass man kaum gehen kann und es ist einfach nur tierisch erschoepfend. Die Geschaefte sind immer meine Notzuflucht. Sobald man einen Laden betritt, schwellen Finger und Beine wieder ab und der Koerper normalisiert sich. Echt heftig!

Ich bin fuer heute einfach nur ko, weil ich mindestens 6 Stunden spazieren war. Das schlaucht. Daher beende ich auch schon an dieser Stelle.

LG

Friday, September 02, 2005

Erste Eindruecke

So, nun ist der erste Tag vorbei und ich werde mal ein wenig ausfuehrlicher berichten.

Aaalso, erstmal zum Flug: Emirates hat mich ueberzeugt. Ich bin immer noch nicht sicher, ob nicht irgendein Trick bei dem exzellenten Service ist - come on, das ganze kann einfach nicht sein. Ich habe insgesamt 668 Euro fuer Hin- und Rueckflug inkl. aller Steuern gezahlt. Das macht ca. 160 Euro pro Flug (verbiete mir alle Kommentare bzgl. meiner Kopfrechnung).
Dieser Flug war also 160 Euro. Etwas weniger, als ich fuer ein Zugticket nach Bayern zahle und in etwa zwei Mal so viel, wie ich fuer eine Fahrt nach Bad Oeynhausen in NRW zahlen wuerde, wenn ich nicht das NRW Ticket nehmen wuerde.
Nun gut, zurueck zum Flug: erste Frage, die ich mir stellte war, wieso sie mich nach meinem Wunschplatz fragen (ich liebe Fensterplaetze), wenn ich ohnehin die ganze Reihe bekomme? Exactly, alle drei Sitzplaetze in meiner reihe waren frei. Dazu war jeder Platz huebsch mit Kopfkissen und Decke dekoriert.
Anstelle einen Grossmonitors (auf Langstreckenfluegen ist es ja meist so, dass ein Film gezeigt wird), hatte jeder Fluggast einen Monitor, vor sich, die an derRueckseite des Vordersitzes angebracht waren. Gezeigt wurde nicht EIN Film, sondern ich hatte die bescheidene Auswahl zwischen 500 Filmen - daneben konnte ich Nachrichten sehen, emails checken, Radio hoeren oder Informationen ueber Dubai abfragen. Das Fiese ist nur, dass auf der Fernbedienung nicht bloss rechts und links vertauscht sind, sondern auch oben und unten. Ach nein, noch besser: wenn ich den Pfeil nach oben drueckte, dann bewegte ich mich im Menue nach rechts, Pfeil nach unten = links und so weiter...Echt irritierend!

Kurz nach dem Start wurde uns dann auch schon die Speisekarte gereicht, wo ich zwischen Shrimps+irgendwas und Reis mit Kokosnus-Curry-Haehnchen waehlen durfte. Dass das Essen koestlich war, muss ich nicht extra erwaehnen.

Gesaettigt habe ich mir dann den ersten Film, einen Bollywood-Streifen, reingezogen, bei dem mir vor lauter Sentimentalitaet aber peinlicherweise staendig Traenen in den Augen standen. Naja, ich hatte ja meinen Fensterplatz und der naechste Gast sass weit entfernt. Ausserdem habe ich mir die Augen gerieben, als sei ich muede. Und als naechstes habe ich dann entschieden, dass der naechste Film ein anderer sein sollte...irgendwas weniger Romantisches. Wieso also nicht "Hide and Seek"? Uahh, war der gruselig...ich gestehe, dass ich ja schon ein wenig gegruselt war...daher kamen als naechstes auch die Simpsons an die Reihe...
Ok, genug zum Film. Genug zum Flug. Alles in allem, war das Personal super (die gingen spaeter sogar durch die Reihen, um ein paar Spassfotos zu schiessen). Am Flughafen lag mein Gepaeck schon fein saeuberlich neben dem Transportband (ich kenne es nur so, dass man seinen Koffer gerade verschwinden sieht, noch schnell hinterher rennt, aber letztlich doch warten muss, bis es bei der naechsten Runde wieder auftaucht..). Hier werden die Sachen vom Band geholt und in Reih und Glied aufgereiht. Ueberall gab es Wasserflaschen, an denen man sich vergreifen konnte.

DAs allererste aber, an dem ich erkannte, dass ich mich in einem anderen Land befand, war ein arabischer Handy-Klinkelton...solch ein "Allamachala" hoert man in Deutschland einfach nicht :)

Ausserdem fiel die besondere Freundlichkeit der Menschen auf! Ich muss wirklich sagen, dass die Menschen hier unheimlich Gastfreundlich sind..die koennten die Deutschen (also ich *hust*) sich wirklich mehr als nur EINE Scheibe abschneiden!!! Wenn man ein wenig fragend in der Gegend herumsteht, wird sofort gefragt, ob man Hilfe benoetigt und der Umgang allgemein ist sehr hoeflich!

Nachdem mein Gastgeber Ali mich gestern abgeholt hat, sind wir erstmal in einen Irish Pub - ja, ja, ich weiss..muesste ich in die Emirate fliegen, um einen Irish Pub zu finden? Aber es war Alis Wahl und da ich keinen besseren Vorschlag hatte ;) , habe ich zugesagt.
Ali ist wirklich ein guter Gastgeber - so gut, dass ich mich schon fast schlecht fuehle. Ich wohne hier in einem Gebaeudekomplex, die mir von aussen nicht sonderlich gefallen, aber von innen ist es eine geniale Whg.
Der arme Kerl pennt auf der Couch im Wohnzimmer und ich bekomme ihn einfach nicht dazu, dass ICH dort uebernachte...tse...aber dann.

Heute waren wir in dem neueren Teil der Innenstadt - ich habe dann mal ein Foto vom Burj al Arab (sorry, ich WEISS, dass es falsch geschrieben ist, habe aber gerade keine Ahnung, wie es richtig geschrieben wird) gemacht, wie sich das fuer einen anstaendigen Touristen gehoert.

Danach waren wir am Jumeirah Beach in einem Hotel essen - Kaviar (schmeckt nicht, kann ich nur sagen!), diverse exquistite Haeppchen und Fruechte, die ich nie zuvor gesehen habe. Da ich keine Worte fuer den Luxus und die Pracht hier habe, werde ich die Tage ein paar Bilder einfuegen. Einerseits ist Dubai faszinierend, andererseits ist es SEHR kuenstlich. Die Gebaeudekomplexe werden nur so aus dem Boden gestampft, ueberall sind Baustellen und alle Gebaeude sehen beinahe aehnlich aus.

Die Terassen - die ich bsp. in dem Hotel betreten habe, sind einfach herrlich. Ueberall sind Holzbaenke mit dicken Kissen ausgelegt, es gibt Terassen, auf denen man essen kann und solche, an denen man sein Wasserpfeifchen ;) in exquisiter Atmosphaere geniessen kann.
Wir haben eine kleine Bootsfahrt gemacht, sassen dort auf dicken Kissen, das Boot hatte dieses "Himmeldach", das Wasser war glasklar und alles in allem einfach nur faszinierend.

Spaeter war ich noch alleine auf einem arabischen Bazar, der sich aber ebenfalls in dem ueberteuren Stadtviertel befindet, so dass ich auf weitere Einkaeufe verzichtet habe ;) .

Was mich wirklich am meisten beeindruckt, ist zum einen natuerlich der Luxus hier, zum anderen aber auch die Hoeflichkeit der Menschen. Ali moechte immer, dass ich ihn anrufe, damit er mich heim fahren kann - da ich kein Telefon habe, bin ich auf anderer Leute Telefon angewiesen (Telefonzellen habe ich bislang keine gesehen). Ich schaeme mich natuerlich, andere zu fragen, ob ich deren Handy benutzen kann. Ok, wenn mich in Deutschland jemand fragen wuerde, dann wuerde ich ihm wohl auch aushelfen, aber so ganz ueblich ist es ja nicht. Hier aber ist es ganz natuerlich. Natuerlich ist auch, dass man mit "Good afternoon, madam" angesprochen wird und einem beinahe immerzu die Tuere aufgehalten wird. Ich, als emanzipierte Frau *hehe*, fuehle mich dabei zwar immer etwas komisch, aber nett ist es ja allemal. Respektabler Umgang!

Da heute Freitag ist, sind die Geschaefte - ausgenommen von dem teuren Touri-Stadtteil wo wir waren- geschlossen. Angeblich hoert man auch "Gesang" (nennen wir es einfach mal so) aus der Moschee, die sich ebenfalls im Stadtzentrum befindet. Schade, dass ich das nicht erlebt habe.
Morgen werde ich einen "echten" arabischen Bazar besuchen. Ansonsten habe ich keine Ahnung, was ansteht. Ich lasse mich ueberraschen.

Die Luftfeuchtigkeit hier ist echt enorm! Man ist sofort durchgeschwitzt und ein Glueck bin ich kein Brillentraeger, denn die Feuchtigkeit ist so hoch, dass Brillenglaeser sofort beschlagen!
Das schoene an der Hitze ist, dass ich abends zum Ausklang dann in den Pool gehen kann, der gleich am Haus ist. Fitnessraum gibt es hier auch, aber da stehe ich nicht so sehr drauf. Dann doch lieber planschen ;) .

Ich befuerchte, dass Ali gleich noch ausgehen moechte, aber ich denke, dass mir 1:30 Uhr zum Ausgehen wirklich zu spaet ist...

Soviel erstmal zum heutigen Tag!

Thursday, September 01, 2005

Dubai

So, moechte mich nur mal kurz aus Dubai melden. Bin gut angekommen und bin jetzt bei einem unkomplizierten, netten Gastgeber. Es gibt jetzt schon tausend Dinge zu berichten, aber ich wollte erstmal nur ein Lebenszeichen von mir geben an alle, die mich vielleicht schon irgendwo verkauft oder "lost" vermutet haben. Ich bin sicher hier und werde wohl die naechsten Tage noch geniessen. Wenn ich hier an etwas sterben sollte, dann sicherlich nicht an Attacken meines Gastgebers, sondern an einem Hitzeschlag. Argh...vielleicht haette ich dch kurze Kleidung einpacken sollen? Als ich letzte Nacht um ca. 2 Uhr abgeholt wurde, hatten wir ca. 33 Grad Celsius. 20 Sekunden nach Verlassen des Fluzeugs war ich von der Luftfeuchtigkeit nass geschwitzt....Ali, mein Gastgeber, fand die Temperatur "kuehl"...Nun denn...

Soviel erstmal - viele Gruesse
Sabine

 
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