Die DAK und Ich
Herrlich, was mir gerade wieder passiert ist. Der Herr von der DAK rief bei mir an.
"Hallo Frau M., Sie haben uns einen Brief geschrieben, auf den ich mich melden wollte."
Huch, habe garnicht mit einem Anruf von denen gerechnet. Die DAK hat doch sonst nicht solch einen Service...nun ja, man lernt immer wieder dazu.
Es stimmt, ich hatte der DAK einen Brief geschrieben. Sie wollten nämlich Auskunft über mein Einkommen, da ich ab Oktober keine Studentin mehr sein werde. Ich war ziemlich genervt von deren Schreiben, da ich ca. 10 Mal zuvor mit ihnen telefoniert und mitgeteilt habe, dass ich im Ausland sein werde.
Es gibt weder Einkommen, noch habe ich irgendwo einen Bauernhof zu vermieten, noch bin ich Börsenspekulant. Ich bin einfach nur Rucksacktourist. In dem Brief habe ich versucht, dies klar zu machen:
"Ich habe KEINERLEI Einkünfte und weiß auch nicht, wie ich das Geld für die freiwillige Versicherung zusammen bekommen soll. Ich werde im Ausland sein, und zwar ohne Geld. Niente. Hand gegen Koje, kapische?"
So in etwa.
Der Herr der DAK war eigentlich recht freundlich, bedauerte es sehr, dass er mir kein Angebot machen könne. Nicht, dass ich das ebenfalls schon längst geklärt haette...wir wiederholen uns ja gern...wir haben Zeit, abiamo tiempo!
Meine einzige Frage war eigentlich nur, wie ich ihren Bogen ausfüllen soll, damit ich ihn nicht komplett leer zurückschicke (denn es gibt ja nunmal keine EINKÜNFTE, *har har*).
Er fragte dann etwas unsicher: "Mh, Sie müssen doch von irgendwas leben. Sie schreiben hier 'Hand gegen Koje', was is'n das?" *LOL*
"Hand gegen Koje", erklärte ich ihm "ist, wenn man abwäscht und dafür bei fremden Menschen pennen darf. Oder man ist Mitglied im HospitalityClub und darf bei fremden Menschen pennen und dazu noch den Abwasch stehen lassen. Weiterhin werde ich Klöster und Tempel aufsuchen, aber das wollen Sie sicher garnicht wissen.
Ich suche mir meine Brücke, comprendido?
Ich angle Fische, klopfe Kokosnuesse vom Baum und mache abends Feuerchen. Und dann tanze ich wie Rumpeltilzchen wild ums Feuer und singe dazu! Dafür brauchts keine EINKÜNFTE!"
Er schwieg. Ich nehme an, er musste nachdenken. Über unsere entfremdete künstliche Welt und an die Zeit der alten Wilden.
Und dann sagte er: "Es tut mir wirklich leid, dass ich Ihnen kein günstigeres Angebot machen kann. Aber ich werde Ihre Kritik weiter geben. Auf den Bogen tragen Sie einfach nichts Konkretes ein. Notieren Sie das, was Sie mir gerade gesagt haben. Das mit 'Hand gegen Koje und so...!"
Na also. Geht doch ;) . Cleveres DAK-Kerlchen.

3 Comments:
Huhu Rumpelstilzchen ;) - darum beneide ich dich ja echt: dass du in China absolute Ruhe hast vor aufdringilchen deutschen Behörden und nervtötendem Bürokratierkram. Liebe Grüße!
5:35 am
*hihi* - ich bin zu sehr die Editierfunktion gewohnt: meinte natürlich weder aufdriniglich, noch Tierkram ;)
5:38 am
Hei Susanne :) ,
jaaa, Ruhe vor den Behörden, yeah me! Ich befürchte nur, es war ein Fehler, dass ich ihm meine Mailadresse mitteilte... ;)
5:49 am
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