Wednesday, September 07, 2005

Erster Tag in Shanghai

Oh man, was fuer eine Reise ich hinter mir habe...und die Unterschiede zu den Chinesen sind immens. Schon im Flieger war klar, dass nun etwas "anderes" kommen wuerde.
Der Flug war ziemlich nervig und dauerte leider 9 Stunden und nicht- wie ich es in Erinnerung hatte - 7 Stunden. 2 Stunden Differenz macht viel aus, wenn man nur gefuehlte 40 cm. Platz hat und dazu noch in der Nacht fliegt, wo man eigentlich schlafen moechte. Dieses Mal war auch der Service nicht so doll. An meinem Nachbarn und Hintermann konnte ich aber schon erste chin. Eigentuemlichkeiten beobachten, so z.B., dass sie die Feuchtigkeitstuewcher, die man an Bord gereicht bekommt nutzen, um nicht bloss Haende, sondern auch die Ohren und den Mund zu reinigen...Mjam....inter mir wurde dann geschnarcht und ausserdem lag ein seltsamer Geruch in der Luft. Meinen Vordermann kuemmerte es auch garnicht, dass er mir durch sein Zurueckstellen der Rueckenlehne den ohnehin kargen Platz noch aermer machte ich.
"Gut", dachte ich "so sind sie halt. Und ich finde, ich muss mich anpassen, jetzt wo ich in das Land reise!" Also bediente ich den Knopf zum Verstellen der Rueckenlehne und stellte eine Liegeposition ein, soweit es ging. Besser!

Nach 9 Stunden waren wir also endlich da. Am Flighafen liefen lauter Schnueffelhunde rum. Sowas kenne ich nur aus den USA. Aber mir wuerden sie ja nichts tun, ich habe nichts zu verheimlichen. Dachte ich. Bis das Viech dann tatsaechlich nicht von meinem Handgepaeck lassen wollte und ich es oeffnen musste. Das "Verbotene" in meinem GEpaeck waren zwei Aepfel, die mir Ali beim Abflug in Dubai noch angedreht hat. Wegen ihm waere ich also beinahe in den Knast gekommen ;) .

Dann ging es weiter mit dem Bus. Irgendwann war ich dann endlich in der Stadt und dank der Hilfe eines chin. Maedels habe ich es dann auch geschafft, ein Taxi zu finden und mich zicher zur Herberge bringen zu lassen, die gluecklicherweise auch noch ein Bett fuer mich hatte. Ich habe auch gleich die ersten Landsmaenner (..igitt, sorry, aber neben mir schnauft und rotzt die ganze Zeite jemand...auch so etwas, woran ich mich noch gewoehnen muss....) kennen gelernt und werde mit einem Maedel die naechsten Tage weiter reisen.

Am Abend sind wir erstmal zum in die Stadt gegangen und haben Fotos gemacht. Als Europaer wird man ueberall angestarrt und als Exot angesehen. Wir mussten dann auch als Fotoobjekte herhalten und das Baby von irgendjemandem im Arm halten, damit sie uns mit dem Kind fotografieren konnte. Sie scheinen es wirklich lustig zu finden, Fotos von Europaern zu haben. Nun ja....
Von wegen, man kommt mit Englisch in den groesseren Staedten weiter. Also wenn das wirklich der Fall ist, dann freue ich mich schon, wenn es ins Landesinnere geht....hier kommt man naemlich keineswegs so einfach weiter. Wenn man wirklich etwas braucht, dann schafft man es mit Haenden und Fuessen, aber selbst die Jugend hier spricht in der Regel nur Brocken Englisch. Wie schwierig der Umgang ist habe ich bereits gemerkt, als ich mir mein erstes "Wasser" kaufte...woher weiss ich denn, ob es wirklich Wasser ist, wenn ich die Schrift nicht lesen kann? Naja, das Zeug steht im Kuehlregal, es ist durchsichtig und steht ganz unten. Ist bestimmt Wasser, was sonst.....
Tja, als ich dann testete, hatte ich leider Orangenlimonade in der Hand. So kanns gehen....

Hier sind schon heute soo viele Dinge passiert, die ich garnicht mehr alle zusammen bekomme. Dieses Land ist vollkommen anders. Die Gerueche, die Verhaltensweisen, die Art, wie man behandelt wird, die Schrift (logo!) . Ich bin sehr gespannt, was noch alles auf mich zukommen wird, aber wenn es hier angeblich einfach sein soll, dann glaube ich, es wird noch sehr spannend werden (oh man, gleich klatsch ich dem Typen neben mir eine...und jetzt hoffe ich, dass er kein Deutsch lesen kann *g*).

Ach,w as ich noch vergass> im Flugzeug gab es ein interessantes Reisekit geschenkt: ein kleiner Beutel mit folgenden Utensilien: Oropax (macht ja Sinn!), AUgenklappe (auch ok!), ein paar graue Wollsocken!, ein grauer Kamm und eine Reisezahnbuerste mit Zahncreme....Verruecktes Volk, sag ich nur....Als wuerde ich je diese grauen Socken tragen...

1 Comments:

Anonymous Anonymous said...

Hey Sabine - ich verfolge ganz gespannt mit, wohin dich deine Reise so führt. Ach ja, die grauen Wollsocken habe ich vor paar Jahren übrigens auch bekommen, flog aber in die USA. Ich glaube, das ist eher Nachtflug- als China-typisch ;).

Bin übrigens sehr gespannt auf paar Fotos!!

Liebe Grüße von Susanne.

(PS: Wie war eigentlich deine Klausur?)

12:18 am

 

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