weitere Impressionen
So: Shanghai, zweiter Teil! Heute waren eine "Freundin" und ich in der Stadt und in einem Park spazieren sowie in einem Teehaus gruenen Tee (der irgendwie nach Kohl schmeckte) geniessen. Es ist schon interessant, was man fuer neue Erfahrungen macht, wenn man einfach nur die Menschen beobachtet. So haben wir heute gelernt, dass die Kinder hier keine Windeln tragen - wozu auch, schliesslich reicht es, wenn hinten in der Hose einfach ein grosses Loch ist, welches sich in gebueckter Haltung (Kniehocke, wie man es als Kind gelenr hat ;) ) weiter oeffnet. Da liefen die Kinder also mit halbnacktem Popo herum...amuesant. Es brauchte auch seine Zeit, bis ich begriffen habe, dass die Hose des ersten Kindes nicht effekt ist, sondern dass tatsaechlich ein Sinn hinter dem ganzen "System" steckt. Ich habe es mir natuerlich nicht nehmen lassen, ein Foto davon zu schiessen :) . Den Beweis gibt es dann irgendwann mal, wenn ich endlich mal richtig ausgestattet bin.
Nach dem Teehaus waren wir in schaebigen Gassen und Seitenstrassen und anstatt in einem Restaurant zu essen, wo man uns vermutlich in Englisch verstehen wuerde, haben wir beschlossen, dass wir uns in einem kleinen Schnellimbiss, den sonst wohl nur Einheimische besuchen, niederlassen. Das Essen war lecker und die Bewirtung zuvorkommend. Wir wissen jetzt auch, was "vegetarisch" auf chinesisch heisst. Fuer die anderen Gaeste waren wir - wie so oft - eine Attraktion. Nicht nur, dass sie sich ueber unsere mangelnden Fertigkeiten im Umgang mit Staebchen auslachten, sondern sie hatten auch einfach so ihren Spass an "fremden" Gaesten. Ich haette nie vermutet, dass man selbst hier so haeufig angestarrt wird!
Richtig amuesant aber wurde es erst, als wir den Vogelmarkt gesucht haben. Leider steht Vogelmarkt in keinem Woerterbuch, so dass wir uns anders helfen mussten. Dazu muss man sagen, dass man mit dem Woerterbuch ohnehin nicht sehr weit kommt, da die eigene Aussprache 100% daneben liegt und sich damit auch die Bedeutung des Wortes aendert. Ich musste dermassen lachen, als ich einem Typen klar machen wollte, was wir suchen, aber selbst als Sofia und ich mit den Armen flatterten, haben sie uns nicht verstanden. Die Chinesen nehmen das aber recht gelassen - sie lachen darueber und man kann sicher sein, dass innerhalb weniger Minuten eine ganze Horde an Menschen um einen versammelt ist, die dann ebenfalls mit den Armen flattern und irgendwas murmeln...
Nun gut, die Voegel haben wir bis jetzt nicht gesehen, aber es war trotzdem mal wieder ein Erlebnis.
PS: mein yahoo-Mailaccount funktioniert scheinbar nur nach Lust und Laune, daher bitte nicht wundern, wenn ich nicht antworte...

1 Comments:
Ihr müsst nur mit den Armen flattern, und schon flattern sie alle?
:-)
Witzig. Auch das mit dem Loch in der Hose.
Weiter so! Spannende Reiseberichte...
Tobi,-
2:29 am
Post a Comment
<< Home